Kalorien satt hatte der Musikverein Ringingen am Wochenende in seiner „Besenwirtschaft“ im Angebot. Das herbstlich-deftige Fest fand zum 23. Mal statt. Ob Klassiker wie Kesselfleisch, Krautkrapfen und Bratwürste oder ein Nachtisch wie Apfelküchle mit Vanilleeis – die Speisekarte hielt für jeden Geschmack etwas bereit. Insgesamt etwa 2000 Besucher an den beiden Tagen brachten die Helfer zeitweise ganz schön zum Schwitzen. Im Akkord wurden Kesselfleisch und Schweinebauch aufgeschnitten, Bratwürste gebrutzelt und Apfelküchle ausgebacken. Wer bediente, musste ausnahmsweise nicht im Eiltempo die Tonleiter rauf- und runterspielen, sondern volle Tabletts durch die Tischreihen balancieren. Im Übrigen ist das ansonsten schlichte Musikerheim für das Fest mit vielen Details liebevoll herbstlich geschmückt – eben eine richtige Besenwirtschaft.

Stammgäste und neue Gesichter

Dieter Guther, Rentner aus Beiningen und früher Ringingens Postbote, gefällt das Fest so gut, dass er am Samstag und am Sonntag reinschaute – wie jedes Jahr. Er habe es gern deftig, dazu den roten Hauswein. „Den kann ich nur empfehlen“, sagte Guther. Seine Frau liebt die leckeren Apfelküchle. „Des war wieder super! A Fescht können die Renger ausrichten. Do kann ma se nur loba“, sagte Guther.  Die gute Resonanz und die von Gemütlichkeit geprägte Stimmung ließ den Vorsitzenden Joachim Trapp genüsslich strahlen. Eine schöne Sache sei es, dass es neben vielen Stammgästen auch immer wieder neue Gesichter gebe. „Wir sind sehr zufrieden. Wenn es sich immer wieder so viele Leute bei uns gut gehen lassen, richtet man gern ein Fest aus“, sagte der Vorsitzende.

Dürfen es ein paar Kalorien mehr sein? Sascha Schikotanz schneidet Kesselfleisch auf – nicht zu knapp.

Erschienen: 06.11.2017, Südwestpresse
Autor: Franz Glogger
Foto(s): Franz Glogger