Das Pfannkuchenfest in Ringingen (hier 2017) ist seit seiner Entstehung jedes Jahr sehr gut besucht gewesen.

Der Musikverein Ringingen veranstaltet an diesem Wochenende sein mittlerweile zur Tradition gewordenes Pfannkuchenfest im schön dekoriertem Musikerheim. „Einfach pfanntastisch“ lautet das Motto der Ringinger Musiker am Samstag, 7. und Sonntag, 8. April, wenn sie wieder auf zahlreiche hungrige Besucher warten.

Zum mittlerweile zehnten Mal veranstaltet der Verein sein Pfannkuchenfest das sich weit über die Dorfgrenzen hinaus zum Besuchermagneten entwickelt hat. Die fleißigen Köche, die den Pfannkuchensynchrondrehwurf mittlerweile so im Blut haben, dass kein einziger mehr auf den Boden fällt, bieten ihren Gästen an diesem Wochenende wieder eine große Auswahl an verschiedenen Pfannkuchengerichten an. Im Angebot haben sie herzhafte Pfannkuchen für jeden Geschmack, ob „Mexikanisch“ scharf, „Griechisch“ mit Gyros oder auf „Allgäuer“-Art mit Schinken und Speck es gibt viele Variationen. Hinter der mexikanischen Pfannkuchenvariante steckt zum Beispiel eine schmackhafte Füllung, die aus Hackfleisch, Mais und Kidneybohnen besteht.

Wer seinen Pfannkuchen lieber süß mag, für den gibt es mindestens genauso viele verschiedenen Gerichte. Und wenn ein Pfannkuchen mal formlich nicht so gelingt, landet er ganz frisch als Flädle in der Suppe, die der Verein ebenfalls serviert. Sollte einer in der Familie oder im Bekanntenkreis gar kein Pfannkuchenfreund sein, bieten die Musiker alternativ auch panierte Schnitzel mit Pommes Frites an.

Zusätzlich gibt es am Sonntagnachmittag wieder ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Am Samstag ist zudem ein Cocktailabend geplant. Das Pfannkuchenfest beginnt am Samstag um 18 Uhr. Am Sonntag öffnet der Musikverein seine Pfannkuchenstube bereits um 11 Uhr.

Vereinsvorsitzender Joachim Trapp berichtet, dass in diesem Jahr rund 1000 Eier und rund 150 Kilogramm Mehl auf Lager liegen, um in den kommenden beiden Tagen verarbeitet zu werden. Er freut sich sehr über die Erfolgsgeschichte des Festes und geht davon aus, dass auch in diesem Jahr wieder ein paar mehr Gäste den Weg nach Ringingen finden. „Das Wetter soll gut werden und es ist immerhin unser zehntes Fest. Da hoffen wir natürlich schon, dass es ein weiterer Erfolg wird.“

Bei Premiere fünf Tage geübt

Die Idee hinter dem ersten Pfannkuchenfest war simpel. „Wir wollen mal etwas Neues machen, um unsere Vereinskasse aufzubessern“, sagte der damalige Dirigent Hans-Peter Hirling 2009 zum Mitarbeiter der Schwäbischen Zeitung. Drei Tage lang war die Deko-Abteilung im Einsatz, um aus dem großen Proberaum ein gemütliches Restaurant zu machen – mit viel Blumen, Pflanzen, Sonnenschirmen und abgeteilten Essecken. Viel Mühe machten sich die Musiker nicht nur mit der Gestaltung des Musikerheims, sondern auch beim Zubereiten der köstlichen runden Fladen.

Das Pfannkuchenteam, bestehend aus fünf Mann, hatte natürlich schon Tage zuvor den Einsatz mit Probebruzzeln samt Wenden mit einfachem Rittberger und Probeessen geübt. Reiner Höcker kümmerte sich um die Gäste, während Rudolf Gerber am Bräter stand. Die Küche des Vereinsheims reichte 2009 für die Zubereitung der Pfannkuchen nicht aus. Deshalb stand das Pfannkuchenquartett in einem kleinen Zelt an den Pfannen und ließ seine Erzeugnisse durch die Luft wirbeln.

Erschienen: 06.04.2018, Schwäbische Zeitung
Autor: Schwäbische Zeitung
Foto(s): Klaus Pasedag