Tausende Besucher strömten am Wochenende wieder einmal nach Ringingen zum Herbstfest. Am heutigen Montag geht es von 14 Uhr an noch einmal rund.

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Was macht einen guten Gastgeber aus? Die Frage stellte der Ringinger Ortsvorsteher Georg Mack am Samstag beim Herbstfest in die Runde. Er gab die Antwort selbst: „Dass er seine Gäste gern bei sich hat und sie gut bewirtet.“ Für beides stehe er an den vier Tagen der Veranstaltung gerade, versicherte er. Mack brauchte sich um seinen guten Ruf als Gastgeber keine Sorgen zu machen. Der Musik- und der Sportverein legten sich als Veranstalter und mit ihnen halb Ringingen ins Zeug, es den Besuchern Recht zu machen. Das Fest fand heuer zum 38. Mal statt.

Im Laufschritt wurden die Leckereien der Festküche und Getränke serviert und für beste Unterhaltung gesorgt. Am Freitag heizte die Band „Shark“ die Stimmung an und am Samstag der Musikverein der Hochsträß-Gemeinde sowie die Vereine mit spaßigen Vorführungen. Die Turnküken zum Beispiel begeisterten mit einem Tanz zum Hit „Laola – wir sind die Fußballfans“. Andere Vereinsgruppen wetteiferten mit eigenen Karaoke-Inszenierungen. Zu bewundern gab es Elvis Presley neben Heino, Rock & Rollingers „Schwabenhymne“ neben Wolfgangs Petrys „Wahnsinn“, in dessen „Hölle – Hölle – Hölle“ die Besucher tausendfach einstimmten. Stürmischen Jubel haben die Akteure dafür erhalten.

Hingucker des Abends war sicher der von der Aerobicgruppe des Sportvereins erstmals in Szene gesetzte „Flashmop“ zum Partyhit „Rock mi“ der Band „Voxx-Club“. Über Hundert Eingeweihte, verteilt von der Bühne durchs ganze Zelt, gaben die Vortänzer. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und gingen den Rhythmus begeistert klatschend mit. Schließlich geht es bei einem „Flashmop“ auch genau darum: Mittanzen ist nicht nur nicht verboten, sondern ausdrücklich erwünscht. So trug der erste Ringinger „Flashmop“ zur völlig gelösten Stimmung des restlichen Abends einen gehörigen Anteil bei.

Am Sonntag dann wieder volles Haus, vom Zeltgottesdienst am Vormittag bis in den späten Abend mit dem „Almabtrieb“ und den „Schönbergmusikanten“. Der Ausklang ist dann heute von 14 Uhr an mit dem Kinderfest und Zeltbetrieb bis zum Zapfenstreich.

Weil die Trauer um einen Festbesucher, der in der Nacht auf Samstag beim Heimweg nach Pappelau auf der Landesstraße 241 tödlich verunglückt war (siehe gegenüberliegende Seite), wurde auf den Fassanstich am Samstag verzichtet. „Unsere Trauer und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verunglückten“, sagte Joachim Trapp im Namen aller Beteiligten.

Erschienen: 16.09.2014, Südwestpresse
Autor: Franz Glogger
Foto(s): Franz Glogger